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Quartalsgewinn von Ryanair bricht wegen Millionenstrafe in Italien ein
Die Billig-Airline Ryanair hat im dritten Quartal ihres Geschäftsjahres einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet. Grund ist vor allem eine Millionenstrafe, welche die italienische Wettbewerbsbehörde Ryanair im Dezember aufgebrummt hatte, wie das irische Unternehmen am Montag mitteilte. Der Gewinn in den drei letzten Monaten des vergangenen Jahres belief sich demnach auf 30 Millionen Euro - nach 149 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Italiens Wettbewerbsaufsicht hatte Ryanair wegen des Vorwurfs des Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung eine Strafzahlung von mehr als 255 Millionen Euro auferlegt. Die irische Fluggesellschaft habe eine "missbräuchliche Strategie" verfolgt, die es Reisebüros im Zeitraum von 2023 bis mindestens April 2025 erschwert habe, Ryanair-Flüge mit anderen Dienstleistungen zu kombinieren, teilte sie kurz vor Weihnachten mit.
Ryanair wies die Vorwürfe am Montag erneut als unbegründet zurück und kündigte Einspruch gegen die Entscheidung an. 2019 hatte Italien Ryanair bereits eine Zahlung von drei Millionen Euro auferlegt - damals wegen der Praxis, sich die Mitnahme von Handgepäck bezahlen zu lassen. Ein Verwaltungsgericht kippte die Strafe später allerdings.
Der Umsatz der Fluggesellschaft legte den Angaben nach zum Jahresende hin um neun Prozent auf 3,21 Milliarden Euro zu. Das Plus gehe vor allem auf einen Anstieg der Passagierzahlen zurück. Ryanair-Chef Michael O'Leary sagte, ein Jahresgewinn von mehr als 2,2 Milliarden Euro sei weiterhin denkbar.
T.Morelli--CPN