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Günstigerer Führerschein: Verkehrsexperten warnen vor Abstrichen bei Sicherheit
Angesichts der Debatte um günstigere Führerscheine hat der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) vor Abstrichen bei der Verkehrssicherheit gewarnt. "Die Diskussion zur Bezahlbarkeit des Führerscheinerwerbs darf nicht auf Kosten der Sicherheit geführt werden", erklärte DVR-Präsident Manfred Wirsch am Freitag anlässlich des bevorstehenden Verkehrsgerichtstags in Goslar. Der wirksamste Hebel für Kosteneinsparungen und bessere Lernerfolge sei eine "Qualitätsoffensive" in der Fahrschulausbildung.
Dadurch ließen sich "teure Wiederholungsprüfungen reduzieren", ergänzte Wirsch. Abstriche bei der Sicherheit seien dagegen "indiskutabel".
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hatte Mitte Oktober Eckpunkte für eine Reform der Fahrschulausbildung vorgelegt, mit der vor allem die Kosten für den Führerscheinerwerb sinken sollen. Eine Umsetzung hielt er zuletzt für Anfang 2027 für möglich, sofern die Abstimmung mit den Bundesländern reibungslos verläuft.
Nach den Plänen des Verkehrsministeriums sollen unter anderem der Fragenkatalog der Theorieprüfung reduziert, verpflichtende Sonderfahrten eingeschränkt und der Theorieunterricht vollständig digital ermöglicht werden. Zudem sind Probefahrten mit Familienangehörigen zunächst testweise vorgesehen.
Y.Tengku--CPN