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Landwirte protestieren mit Traktoren in Paris gegen Mercosur-Abkommen
In Frankreich haben Landwirte auch am Dienstag gegen ein Handelsabkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Staaten protestiert. Dutzende Traktoren fuhren am Morgen in die Hauptstadt Paris, wie die Polizei mitteilte. Nach ihren Angaben waren es um 07.00 Uhr rund 150 Traktoren, erwartet wurden 300. Die Landwirte wollen entlang der großen Verkehrsadern wie der Champs-Élysées fahren und damit den Verkehr stören.
Die 27 EU-Mitgliedstaaten hatten sich am Freitag nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen auf das Freihandelsabkommen geeinigt, Frankreich und weitere Länder stimmten dagegen. Das Abkommen soll am Samstag in Paraguay unterzeichnet werden und eine der weltweit größten Freihandelszonen schaffen. Das EU-Parlament muss dem Handelsvertrag noch zustimmen.
Im Kern sieht das Abkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay den Wegfall der meisten Zölle vor. Die EU-Kommission verspricht sich davon eine Steigerung der EU-Exporte in die südamerikanischen Länder um bis zu 39 Prozent. Während die Europäer unter anderem Autos und chemische Produkte über den Atlantik exportieren, liefern die Mercosur-Länder hauptsächlich landwirtschaftliche Produkte und Rohstoffe nach Europa. Landwirte fürchten die Konkurrenz durch günstigere südamerikanische Produkte.
M.P.Jacobs--CPN