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Verbraucherschützer fordern weiteres Entlastungspaket wegen hoher Preise
Verbraucherschützer fordern von der Bundesregierung angesichts von Inflation und hoher Energiepreise weitere Unterstützung für Privathaushalte. "Der Bundeswirtschaftsminister spricht inzwischen von einem 'Albtraum-Szenario' bei einem Gaslieferstopp aus Russland, der Kanzler gar von sozialem Sprengstoff", erklärte die Vorsitzende des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv), Ramona Pop, am Mittwoch. "Aber die Bundesregierung unternimmt zu wenig, um Verbraucher:innen zu schützen."
"Insbesondere Menschen mit geringem, aber zunehmend auch mit mittleren Einkommen werden bei explodierenden Preisen ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können", warnte Pop. "Deshalb muss die Bundesregierung jetzt ein drittes Entlastungspaket vorbereiten und nicht erst, wenn die hohen Kosten schon voll durchschlagen." Es brauche vor allem einen höheren und an die Preisentwicklung gekoppelten Heizkostenzuschuss, besonders für Wohngeldempfänger und Rentner.
Die vzbv-Chefin kritisierte zudem Äußerungen von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), der am Dienstag die Priorisierung von Privathaushalten gegenüber der Industrie im Falle eines Gasnotstandes infrage gestellt hatte. Habeck stelle damit "geltendes Recht" infrage und "verstärkt die Verunsicherung der Menschen". "Die Bundesregierung muss jetzt für den Ernstfall Vorsorge treffen und zwar nicht nur für strauchelnde Energieunternehmen, sondern vor allem für die Menschen."
A.Mykhailo--CPN