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6,5 Prozent mehr Lohn auch in ostdeutscher Stahlindustrie
Nach der Einigung auf ein deutliches Lohnplus für die Beschäftigten in der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben Gewerkschaft und Arbeitgeber das Tarifergebnis auch für die rund 8500 Beschäftigten der ostdeutschen Eisen- und Stahlindustrie übernommen. Die Entgelte steigen damit ab dem 1. August 2022 um 6,5 Prozent, wie die Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen der IG Metall am Freitag mitteilte. Für Juni und Juli wurde außerdem eine Zahlung von 500 Euro vereinbart, Auszubildende erhalten 200 Euro.
Am Mittwoch hatten die Gewerkschaft und der Arbeitgeberverband Stahl mitgeteilt, dass die rund 68.000 Beschäftigten in der nordwestdeutschen Stahlindustrie ein entsprechendes Lohnplus bekommen. Die IG Metall bezeichnete die Einigung auf den Tarifvertrag, der eine Laufzeit bis Ende November 2023 hat, angesichts der derzeit hohen Inflation als Erfolg.
Die Arbeitgeberseite sprach von einem "gerade eben noch vertretbaren Abschluss". Es bleibe zu hoffen, dass die sich abzeichnenden Risiken für die deutsche Wirtschaft nicht ihre volle Wucht entfalteten.
Ch.Lefebvre--CPN