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DZ Bank: Geldvermögen der Deutschen bis Jahresende bei mehr als acht Billionen Euro
Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland steigt einer Analyse der DZ Bank zufolge bis Jahresende voraussichtlich auf über acht Billionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein Zuwachs von 2,3 Prozent, teilte die Bank am Freitag mit. 2021 hatte der Anstieg noch über acht Prozent betragen.
Der vergleichsweise niedrige Geldzuwachs liege an einer geringeren Sparquote und der diesjährigen Aktienmarktkorrektur, erläuterte Studienautor Michael Stappel. "Die Sparquote normalisiert sich wieder in Richtung zehn Prozent – trotz des Ukraine-Kriegs und der hohen Inflation gibt es wegen der zurückliegenden Pandemie aufgestaute Konsumbedürfnisse."
2020 hatte die Sparquote mit 16,1 Prozent des verfügbaren Einkommens einen neuen Rekord erreicht, 2021 blieb sie mit 15,0 Prozent weiter extrem hoch. Der langfristige Durchschnitt liegt bei zehn bis 10,5 Prozent.
Nach den vergangenen beiden Boom-Jahren geht es zudem für Aktien nicht mehr nur noch nach oben. Der Kriegsausbruch, die Zinswende und Corona-Lockdowns in China belasteten derzeit die Kursentwicklung, erklärte Stappel. Hinzu komme die Zinswende der Europäischen Zentralbank, die im Juli erwartet wird - sie bringe Renditen und Zinsen "nachhaltig in die Positivzone". Erfreulicherweise bleibe die neue Aktienkultur aber intakt. Stappel betonte, wichtig für Kleinanlegerinnen und Kleinanleger sei ein langfristiges Denken.
Im kommenden Jahr rechnet die DZ Bank wieder mit einem höheren Anstieg des Vermögens. Mit 5,3 Prozent "sollte der Vermögensaufbau dann wieder schneller voranschreiten", heißt es in der Studie.
Y.Ponomarenko--CPN