-
Europas digitale Finanzinfrastruktur soll unabhängiger und robuster werden
-
Raiffeisen Bank International muss den geplanten Addiko-Deal neu strukturieren
-
Deutschland sucht beim Digitalgipfel nach eigenen Stärken in der KI
-
Digitales Zeitungsabo für Unternehmen: Vorteile und Buchung von Abendblatt PLUS
-
Microsoft Purview und Securiti AI: Automatisierter Schutz sensibler Daten
-
Webcast zur Virtualisierung: VMware, Proxmox und Cloud-native Strategien
-
Technikfolgenforscher warnt vor digitaler Abhängigkeit und Konzernmacht
-
Kreuzfahrtschiff MV Odyssey wird zum Symbol für Luxus und Ungleichheit
-
Der extreme Reichtum einer kleinen Minderheit wächst weiter
-
Deutschlands Wirtschaft verliert weiter an Gewicht und Einfluss
-
Kubas Westen bereitet sich auf einen herannahenden Wirbelsturm vor
-
Manipulierte Kühlanlagen treffen Supermärkte in mehreren europäischen Ländern
-
OMP erweitert UnisonIQ um Agent Library und Agent Studio: KI-Agenten, die umsetzbare Supply-Chain-Pläne erstellen
Chinas Zentralbank senkt angesichts schwachen Wachstums wichtige Leitzinssätze
Die chinesische Zentralbank hat zwei wichtige Leitzinsen gesenkt, um die schwächelnde Wirtschaft im Land anzukurbeln. Wie die Notenbank am Montag mitteilte, sinkt der Leitzins für die günstigsten Sätze, die Banken Unternehmen und Haushalten anbieten können, von 3,45 auf 3,35 Prozent; der Leitzinssatz für Immobilienkredite verringert sich von 3,95 auf 3,85 Prozent. In beiden Fällen handelt es sich das niedrigste Zinsniveau jemals.
Die chinesische Wirtschaft leidet unter einer beispiellosen Krise des Immobiliensektors. Zugleich hat sich der inländische Konsum seit der Corona-Pandemie nicht nachhaltig erholt und die Jugendarbeitslosigkeit ist hoch. Geopolitische Spannungen insbesondere mit den USA und zunehmend auch mit der Europäischen Union belasten den Außenhandel.
Die Leitzinssenkung war erwartet worden, nachdem das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal mit 4,7 Prozent enttäuschend ausgefallen war. Im ersten Quartal waren es noch 5,3 Prozent. Neue Zahlen zum Absatz im Einzelhandel im Juni bestätigten die schlechte Konsumstimmung.
Vergangene Woche hatte die chinesische Staatsführung bei einer Konferenz der Kommunistischen Partei Lösungen für zentrale wirtschaftliche Probleme wie den Immobilienbereich in Aussicht gestellt, ohne dabei konkret zu werden. Die chinesische Baubranche galt lange als wichtiger Wachstumsmotor. Der Bauboom der vergangenen Jahrzehnte geschah jedoch hauptsächlich auf Pump. Eine Reihe riesiger Immobilienkonzerne steht heute vor der Zahlungsunfähigkeit, Projekte werden nicht fertiggestellt und die Preise sind im Keller.
Die Baukrise wirkt sich mittlerweile auch stark auf die Haushaltslage der Kommunen aus. Nach offiziellen Angaben sitzen sie auf einem gigantischen Schuldenberg von umgerechnet 5,6 Billionen Dollar, was Anlass zur Sorge um die allgemeine finanzielle Stabilität des Landes gibt. Die Parteikonferenz vergangene Woche vereinbarte auch hier, gezielt tätig zu werden, ohne dies näher auszuführen.
Die Entscheidung, die Leitzinsen zu senken, sei ein "Schritt in die richtige Richtung", erklärte Zhang Zhiwei, Chefökonom von Pinpoint Asset Management, am Montag. "Aber die Geldpolitik ist nicht das wichtigste politische Instrument." Im weiteren Verlauf des Jahres komme es vor allem auf staatliche Unterstützungsmaßnahmen an.
P.Gonzales--CPN