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"Spiegel": Lebensmittel werden in den kommenden Wochen noch teurer werden
Die ohnehin schon hohen Lebensmittelpreise könnten einem "Spiegel"-Bericht zufolge in den kommenden Wochen noch weiter steigen. Das Nachrichtenmagazin zitierte am Freitag den Chef einer großen Molkerei, der ab Anfang Mai Preissprünge von 20 bis 25 Prozent bei Milchprodukten erwartet. Das sei zudem "erst der Anfang, weitere Preisrunden werden folgen".
Momentan erhalten konventionell wirtschaftende Milchbauern demnach mehr als 44 Cent pro Liter. So viel habe er "noch nie bekommen", zitierte der "Spiegel" zudem Ottmar Ilchmann von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft.
Trotzdem müssten viele Landwirte nun "an allen Ecken und Enden sparen", was die Milchmenge weiter schrumpfen lasse. So seien Dünger, Diesel und Kraftfutter deutlich teurer geworden. Weitere Preissprünge hätten auch mit der "Angst des Einzelhandels vor fehlender Verfügbarkeit" zu tun, fuhr Ilchmann fort. Das Angebot sei knapp und die Nachfrage hoch.
Der "Spiegel" zitierte zudem den Nestlé-Konzern mit der Einschätzung, dass die bisherigen Preiserhöhungen viele Folgen des Ukraine-Krieges noch nicht komplett abbildeten, etwa gestiegene Kosten für Energie und Futter. Die jüngsten Steigerungen seien schon vor Monaten verhandelt worden, aktuelle Preise würden aber erst in diesen Tagen ermittelt.
Das Statistische Bundesamt rechnet für April in einer ersten Schätzung mit einer Inflation von 7,4 Prozent. Angetrieben wird diese sehr stark von den Energiepreisen, allerdings wurden auch Nahrungsmittel zuletzt um 8,5 Prozent teurer. Im März hatte diese Rate noch bei 6,2 Prozent gelegen.
O.Ignatyev--CPN