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Bericht: Ampel-Politiker wollen Geld aus Schenker-Verkauf auch für Schiene ausgeben
Der Verkauf der Logistiktochter Schenker dürfte der Deutschen Bahn (DB) Milliarden einbringen - Haushaltspolitiker der Ampel-Koalition und die DB-Geschäftsführung sind laut "Spiegel" aber uneins, wie das Geld verwendet werden soll. Die Politiker wollen nach Informationen des Magazins mindestens die Hälfte des Erlöses ins Schienennetz investieren. DB-Finanzchef Levin Holle dagegen will "laut Insidern" die gesamte Summe zur Schuldentilgung aufwenden, wie der "Spiegel" am Freitag vorab aus seiner neuen Ausgabe berichtete.
Erhofft werden dem Bericht zufolge Einnahmen von mehr als zehn Milliarden Euro für Schenker. Das "Handelsblatt" hatte im Mai von Geboten von über 15 Milliarden Euro berichtet. Die DB ist mit über 30 Milliarden Euro verschuldet.
Bieter für Schenker sind laut "Spiegel" die Reederei Maersk und der Logistikkonzern DSV aus Dänemark, das saudiarabische Staatsunternehmen Bahri sowie der Investmentsfonds CVC aus Luxemburg. Dem Bericht zufolge ist in der Politik umstritten, wer den Zuschlag bekommen sollte. Die Konzerne aus Dänemark könnten die Schenker-Zentrale in Essen schließen und Stellen streichen, laute die Befürchtung in Berlin. Bahri werde kritisch gesehen, weil Schenker als strategisches Unternehmen nicht an ein autokratisches Land fallen solle.
CVC könnte Schenker profitabler machen und in einigen Jahren möglichst gewinnbringend verkaufen, schrieb der "Spiegel". Für diesen Fall planten Bund und DB, einen Anteil an Schenker zu halten. Die Rede sei von 20 Prozent. CVC "würde einem solchen Teilverkauf wohl zustimmen".
Die Deutsche Bahn hatte den Verkaufsprozess kurz vor Weihnachten gestartet. Schenker gehört mit rund 76.600 Beschäftigten an über 1850 Standorten in mehr als 130 Ländern zu den führenden Logistikdienstleistern weltweit. Das Unternehmen ist der Gewinnbringer im Konzern.
M.Davis--CPN