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Schweizer Zentralbank senkt erneut Leitzinsen - Norwegen zögert noch
Die Schweizer Zentralbank hat nach einer ersten im März eine zweite Leitzinssenkung angekündigt. Der Leitzinssatz sinkt am Freitag um 0,25 Punkte auf 1,25 Prozent, wie die Notenbank am Donnerstag mitteilte. Die norwegische Zentralbank zögerte diesen Schritt hingegen weiter hinaus und stellte erste Zinssenkungen erst zum Ende des Jahres in Aussicht.
"Der zugrundeliegende Inflationsdruck ist gegenüber dem Vorquartal nochmals gesunken", erklärte die Schweizerische Nationalbank (SNB). Ihre Inflationserwartung für das laufende Jahr senkte sie von 1,4 Prozent auf 1,3 Prozent ab. Die SNB hatte im März als erste wichtige westliche Notenbank die Leitzinsen wieder gesenkt. Die Inflation und in der Folge auch die Zinsen waren in der Eidgenossenschaft deutlich moderater angestiegen als in vielen anderen Ländern.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte Anfang Juni erstmals seit fünf Jahren die Zinsschrauben wieder gelockert und ihre historisch hohen Leitzinssätze um je 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Die US-Notenbank Fed zog unter Verweis auf die zuletzt noch hartnäckig erhöhte Inflationsrate allerdings nicht nach.
Auch die norwegische Zentralbank blieb nun vorsichtig. Die Notenbanker in Oslo ließen den Leitzinssatz bei 4,5 Prozent und kündigten an, "wenn sich die Wirtschaft wie erwartet entwickelt", erst zum Jahresende die Zinswende einzuleiten. Es sei "notwendig, die restriktive Geldpolitik etwas länger als erwartet aufrechtzuerhalten", erklärten sie.
P.Gonzales--CPN