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Erste Runde der Tarifverhandlungen im Gebäudereiniger-Handwerk ohne Ergebnis
Bei den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk ist die erste Runde ohne Ergebnis geblieben. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) erklärte am Dienstag in Frankfurt am Main, die Arbeitgeber zeigten "keinerlei Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten". Die Arbeitgeberseite kritisierte die Forderung der Gewerkschaft als "Mischung aus Maßlosigkeit und Realitätsverweigerung".
Die IG BAU fordert drei Euro mehr pro Stunde für die bundesweit rund 700.000 Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk. Der Mindestlohn der Branche soll so von derzeit 13,50 Euro auf 16,50 Euro steigen. Ihn bekommen laut Gewerkschaft 500.000 Beschäftigte, vor allem Frauen.
Der Mindestlohn für Glas- und Fassadenreiniger soll von 16,70 Euro auf 19,70 Euro steigen. Zudem forderte die Gewerkschaft ein 13. Monatsgehalt für Gewerkschaftsmitglieder. Der Tarifvertrag soll nach ihrem Wunsch eine Laufzeit von einem Jahr haben. Er würde 2025 in Kraft treten.
Die Arbeitgeberseite, der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV), erklärte, die Anhebung auf 16,50 Euro pro Stunde bedeute eine Lohnerhöhung um mehr als 22 Prozent. Bei einem 13. Monatsgehalt summiere sich die geforderte Lohnsteigerung auf mehr als 30 Prozent. Das sei eine "völlig überzogene Vision" der IG BAU. Der BIV verwies auf den "wirtschaftlich schwierigen Kontext" seiner Mitgliedsunternehmen.
Der nächste Verhandlungstermin soll im September stattfinden.
O.Hansen--CPN