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Türkischer Oppositionsführer sitzt im Dunkeln
Der türkische Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu von der Republikanischen Volkspartei (CHP) bekommt keinen Strom mehr nach Hause geliefert. Er hatte Anfang Februar angekündigt, er werde aus Protest gegen die "überhöhten" Tarife seine Rechnung nicht mehr zahlen. "Meine Frau hat mich gerade benachrichtigt - sie haben uns heute den Strom abgestellt", twitterte Kilicdaroglu am Donnerstag aus seinem gut ausgeleuchteten Büro.
Der 73-Jährige betonte, er habe mit der Aktion nicht zu zivilem Ungehorsam aufrufen wollen. Er wolle vielmehr "die Stimmen der Familien und Kinder repräsentieren, die im Dunkeln leben". In der Türkei hat die Inflationsrate im März den Wert von rund 61 Prozent erreicht; Grund sind vor allem die sprunghaft gestiegenen Energiepreise. Der Strompreis legte im Januar je nach Tarif um 52 bis 127 Prozent zu - für viele Türkinnen und Türken verdoppelte oder verdreifachte sich die Rechnung damit über Nacht.
H.Müller--CPN