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China leitet Anti-Dumping-Untersuchung zu Plastik-Importen aus der EU und den USA ein
Das chinesische Handelsministerium hat eine Anti-Dumping-Untersuchung gegen Importe einer wichtigen Kunststoffart aus der Europäischen Union und den USA eingeleitet. Wie das Ministerium am Sonntag in Peking mitteilte, stehen Einfuhren von Polyoxymethylenen auf dem Prüfstand - einem Thermoplastik, das unter anderem bei der Herstellung von Handys, Autos und medizinischer Ausrüstung genutzt wird. Außer den EU-Ländern und den USA sind auch Japan und Taiwan von der Maßnahme betroffen.
Für die Untersuchung gab das Handelsministerium zunächst eine Frist von einem Jahr vor, sie kann aber um weitere sechs Monate verlängert werden. Mit dem Verfahren reagiert China auf eine Reihe ähnlicher Untersuchungen der EU zu chinesischen Subventionen für seine Industrie.
Vergangenen Monat etwa hatte die EU wegen des Vorwurfs unfairer Beschaffungspraktiken eine Untersuchung zum chinesischen Markt für medizinische Geräte eingeleitet. Die Regierung in Peking wertete diese Maßnahme als "Protektionismus" und warnte, die EU schade damit ihrem Ansehen als Handelspartner.
US-Präsident Joe Biden kündigte am Dienstag teils starke Anhebungen der Einfuhrzölle auf eine Vielzahl chinesischer Produkte an. So stieg der Zollsatz auf chinesische E-Autos von 25 auf 100 Prozent. Dies könnte Experten zufolge den Druck auf die EU erhöhen, eine ähnlich starke Haltung einzunehmen, damit nicht verstärkt billige chinesische Güter und Ware in die EU exportiert werden. Zugleich wird vor einem Handelskrieg mit China gewarnt, der Europa viel stärker treffen würde als die USA.
T.Morelli--CPN