-
Europas digitale Finanzinfrastruktur soll unabhängiger und robuster werden
-
Raiffeisen Bank International muss den geplanten Addiko-Deal neu strukturieren
-
Deutschland sucht beim Digitalgipfel nach eigenen Stärken in der KI
-
Digitales Zeitungsabo für Unternehmen: Vorteile und Buchung von Abendblatt PLUS
-
Microsoft Purview und Securiti AI: Automatisierter Schutz sensibler Daten
-
Webcast zur Virtualisierung: VMware, Proxmox und Cloud-native Strategien
-
Technikfolgenforscher warnt vor digitaler Abhängigkeit und Konzernmacht
-
Kreuzfahrtschiff MV Odyssey wird zum Symbol für Luxus und Ungleichheit
-
Der extreme Reichtum einer kleinen Minderheit wächst weiter
-
Deutschlands Wirtschaft verliert weiter an Gewicht und Einfluss
-
Kubas Westen bereitet sich auf einen herannahenden Wirbelsturm vor
-
Manipulierte Kühlanlagen treffen Supermärkte in mehreren europäischen Ländern
Großbritannien: Unternehmen warnen vor verschärfter Einwanderungspolitik
Wirtschaftsbosse haben den britischen Premierminister Rishi Sunak vor negativen Auswirkungen seiner verschärften Migrationspolitik auf den Hochschulsektor gewarnt. "Wir sind zutiefst besorgt über die Berichte zur wachsenden Finanzierungslücke in Forschung und Lehre", erklärten die Firmenchefs internationaler Konzerne am Donnerstag in einem offenen Brief. Dabei warnten sie auch vor stark rückläufigen Bewerberzahlen ausländischer Studierender.
Premierminister Rishi Sunak und seine konservative Regierung kämpfen um Wählerstimmen für die bevorstehende Parlamentswahl. Dabei wächst der Druck des rechten Parteiflügels auf Sunak, die Migration nach Großbritannien weiter zu begrenzen. Eine Reihe von Maßnahmen wurden bereits eingeführt.
Unter anderem wird es ausländischen Studierende erschwert, Familienmitglieder mit nach Großbritannien zu bringen. Außerdem sollen Studierendenvisa nach dem Abschluss nicht mehr in ein Arbeitsvisum umgewandelt werden können. Vor den Unternehmenschefs hatten sich bereits die Universitäten kritisch geäußert und vor einem Rückgang der Bewerbungen gewarnt. Die Hochschulen sind finanziell die höheren Studierendengebühren ausländischer Studierender angewiesen.
Die Bosse von Siemens, dem französischen Rüstungsunternehmen Thales, den Rohstoffkonzerne Anglo American und Rio Tinto warnten nun vor dem Risiko, weniger Fachkräfte zu finden. Auch das regierungseigene Beratungsgremium für Migrationsfragen empfahl in dieser Woche, ausländischen Studierenden weiterhin einen Aufenthalt von bis zu zwei Jahren nach dem Abschluss zu ermöglichen.
Der rechte Flügel der Konservativen erklärte indes, dass Studierendenvisa als "Hintertür" genutzt werden, um sich Arbeitsplätze zu sichern. Insbesondere für Jobs, die keine Qualifizierung benötigen.
Nach Angaben der Regierung ist die Zahl der Familienmitglieder, die Studierende ins Vereinigte Königreich begleiten, in den ersten drei Monaten des Jahres um fast 80 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Visumsanträge für Studentinnen und Studenten aus dem Ausland ging im ersten Quartal verglichen mit 2023 um mehr als 26.000 zurück.
O.Hansen--CPN