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Bericht: 2023 etwas mehr Wohnungen gebaut als erwartet - Ziel noch weit entfernt
Im vergangenen Jahr sind einem Medienbericht zufolge etwas mehr Wohnungen gebaut worden, als zunächst erwartet worden war. 295.000 Wohnungen seien fertiggestellt worden, berichtete der Online-Dienst Table.Briefings am Donnerstag unter Verweis auf Branchenkreise. Damit ist das politische Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr weiterhin in weiter Ferne. Angesichts der Krise der Bauwirtschaft war aber mit noch schlechteren Zahlen gerechnet worden.
Die Branche sieht dennoch "kein Zeichen für ein Ende der Krise": "Die Fertigstellungszahlen sind Zahlen aus der alten Welt und spiegeln nicht ansatzweise die aktuelle Realität wieder", erklärte der Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft, Axel Gedaschko. "Diese Projekte wurden geplant, als unsere Unternehmen noch nicht mit den enormen Kosten- und Zinssteigerungen zu kämpfen hatten, und als es noch ein funktionierendes Fördersystem gab."
Es sollte eher auf die Baugenehmigungszahlen geschaut werden - "und diese zeigen seit langer Zeit nur in eine Richtung: nämlich bergab", fügte Gedaschko hinzu. Außerdem würden derzeit "massenhaft" Neubauprojekte storniert. "Unsere Unternehmen können unter den aktuellen Rahmenbedingungen schlicht nicht bauen."
Die Baukosten waren vor allem im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine stark gestiegen. Zugleich gingen die Bauzinsen deutlich in die Höhe - Folge der Leitzinserhöhungen der Europäischen Zentralbank, die damit auf die allgemein hohe Inflation reagiert hatte. Die Unternehmen klagen außerdem über hohe Belastungen durch immer mehr Auflagen.
O.Hansen--CPN