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Siemens verbucht deutlichen Gewinnrückgang und verkauft Antriebssparte Innomotics
Der Industriekonzern Siemens hat im zweiten Quartal einen deutlichen Rückgang von Gewinn und Umsatz verbucht. Der Nettogewinn fiel mit 2,2 Milliarden Euro 38 Prozent niedriger aus als im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Maßgeblich verantwortlich dafür war demnach zwar ein buchhalterischer Einmaleffekt, allerdings gingen auch der Umsatz um ein Prozent und der Auftragseingang um 13 Prozent zurück.
Zusammen mit den Quartalszahlen kündigte Siemens den Verkauf seiner Antriebssparte an einen US-Investor an. Das Tochterunternehmen Innomotics gehe für 3,5 Milliarden Euro an KPS Capital Partners, erklärte der Konzern. Das Unternehmen stellt Antriebstechnologie für Industrieanlagen und Fahrzeuge her und beschäftigte zuletzt 15.000 Menschen. Siemens hatte noch im vergangenen Jahr seine Absicht erklärt, Innomotics an die Börse zu bringen.
Siemens leidet seit einigen Monaten unter sinkenden Warenbeständen und Auftragseingängen. Auch ein starker Rückgang der Geschäfte in China macht dem Konzern zu schaffen. Im zweiten Quartal gingen die Aufträge auf diesem wichtigen Markt um 25 Prozent und der Umsatz um 20 Prozent zurück.
Die Sparte "Digitale Industrie", die insbesondere Software und Automatisierungstechnologie für Fabriken umfasst und in der Vergangenheit zu den Wachstumsmotoren des Konzerns zählte, entwickelte sich zuletzt ebenfalls schwach. Der Umsatz ging den Angaben zufolge um 14 Prozent zurück.
Besser lief es im Bereich "Smart Infrastructure", in dem es um die Vernetzung von Energiesystemen für Gebäude und Industrieanlagen geht: Der Umsatz stieg dort um zehn Prozent. Die Mobilitätssparte, also die Herstellung von Zügen, verzeichnete einen bescheidenen Umsatzanstieg um sechs Prozent, aber einen Rückgang der Aufträge um 49 Prozent.
P.Schmidt--CPN