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Wirtschaftsweise Malmendier fordert mehr Investitionen in Infrastruktur und Bildung
Die Ökonomin Ulrike Malmendier hat sich für mehr öffentliche Investitionen in den Bereichen Infrastruktur sowie Bildung und Forschung ausgesprochen. "Das ist das, woran es fehlt, woran Deutschland als Wirtschaftsnation stark gehalten wird", sagte die Wirtschaftsweise am Mittwoch im Bayerischen Rundfunk. Das wirtschaftliche Beratungsgremium der Bundesregierung, die sogenannten Wirtschaftsweisen, sollte später seine aktualisierte Konjunkturprognose mit Empfehlungen für die Politik vorstellen.
Medienberichten zufolge rechnet das Gremium in diesem Jahr nur noch mit 0,2 Prozent Wachstum. Im vergangenen Herbst hatten die Experten noch mit 0,7 Prozent gerechnet, seitdem haben sich die Aussichten aber weiter eingetrübt.
Bei den vergangenen Gutachten der Expertengruppe standen vor allem die Energiekrise und ihre Folgen im Vordergrund. Bereits im Herbst hatten die Wirtschaftsweisen jedoch klargestellt, dass sie strukturelle Probleme in Deutschland für schwerwiegender halten, etwa den Fachkräftemangel und die vernachlässigte Infrastruktur.
Malmendier bekräftigte außerdem die bereits wiederholt geäußerte Forderung der Wirtschaftsweisen, das Renteneintrittsalter an die Lebensarbeitszeit zu koppeln. "Das heißt dann nicht Rente mit 70", sagte sie dem BR. Es gehe darum, die gestiegene Lebenserwartung, in einem Verhältnis von zwei zu eins in eine längere Arbeitszeit umzusetzen, was langsam und schrittweise zu einer Rente mit 68 führen würde.
X.Wong--CPN