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Chef der Netzagentur fordert Verbraucher zur Heizungsvorsorge für den Winter auf
Der Präsident der Bundesnetzagentur hat Verbraucherinnen und Verbraucher aufgefordert, beim Thema Heizen schon jetzt an den Winter zu denken. "Eine neue Heizung einzubauen, das Haus zu dämmen oder beim Vermieter einen hydraulischen Abgleich der Heizung vornehmen zu lassen, spart in jedem Winter Geld", sagte Klaus Müller den Funke-Zeitungen vom Donnerstag. Zwar dürften die Gasspeicher bald wieder vollständig gefüllt sein, die Energiekrise sei damit aber noch nicht ausgestanden.
Für Eigentümer wie für Mieter gelte: "Man muss den Sommer nutzen, um das Haus oder die Wohnung winterfest zu machen", sagte der Behördenchef weiter. Vor diesem Hintergrund richtete er auch einen Appell an das Handwerk und forderte eine "ehrliche und umfassende Beratung" beim Heizungstausch. "Es ist immer einfach, das einzubauen, was man seit zehn Jahren einbaut", sagte Müller.
Nun aber bräuchten Verbraucherinnen und Verbraucher einen "verlässlichen und zukunftsorientierten Rat". Eine Investition in eine neue Gasheizung "mag heute kostengünstig wirken", sagte Müller. Sie werde in ein paar Jahren aber sehr teuer werden.
Der Chef der Netzagentur rechnet zudem bereits in wenigen Monaten wieder mit vollen Gasspeichern. "Wenn alles gut geht, werden wir im Spätsommer volle Speicher haben", sagte er den Funke-Zeitungen. Das helfe für eine begrenzte Zeit. Der größte Faktor bleibe aber das Wetter. "Wenn es ein kalter Winter in Europa wird, werden wir froh sein, wenn wir wieder gut vorgesorgt haben. Auch weil wir solidarisch mit unseren europäischen Nachbarn sein müssen."
Müller verteidigte vor diesem Hintergrund auch den Einkauf von Gas zu hohen Preisen im vergangenen Jahr. "Wir hatten da keine andere Wahl und auch andere europäische Länder haben zu diesem Zeitpunkt Gas eingekauft", sagte der Netzagenturchef. Die Entscheidung sei angesichts der damaligen Ausgangslage richtig gewesen. Aktuell regele der Markt die Preise von alleine.
Zum umstrittenen Heizungsgesetz sagte der Behördenchef, der aktuelle Gesetzentwurf sei "technologieoffener als es in der aktuellen Debatte den Anschein erweckt". Er habe volles Vertrauen, dass die Koalition nun schnell eine gute Entscheidung treffen werde.
X.Wong--CPN