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Reallöhne sinken wegen hoher Inflation im Sommer um fast sechs Prozent
Die hohe Inflation lässt die Reallöhne in Deutschland immer weiter zusammenschrumpfen. Im dritten Quartal von Juli bis September lagen die Löhne auf dem Papier zwar um 2,3 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Zugleich kletterten aber die Verbraucherpreise um 8,4 Prozent - die Reallöhne sanken somit um 5,7 Prozent. Das ist laut Statistik der stärkste und langanhaltendste Reallohnverlust seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2008.
Die Beschäftigten in Deutschland mussten damit bereits das vierte Quartal in Folge einen Reallohnverlust hinnehmen, wie die Statistiker betonten: Im zweiten Quartal von April bis Juni waren die Reallöhne um 4,4 Prozent gesunken, im ersten Quartal um 1,8 Prozent und im letzten Quartal 2021 um 1,4 Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal.
Aufs Gesamtjahr gesehen waren die Reallöhne sowohl 2020 als auch 2021 geschrumpft - nach mehreren Jahren des Wachstums. 2020, als die Corona-Pandemie ausbrach, sanken die Reallöhne laut Statistischem Bundesamt um 1,1 Prozent, im vergangenen Jahr lag das Minus bei 0,1 Prozent.
C.Smith--CPN