-
Familienministerium will maximalen Elterngeldbezug doch bei 14 Monaten belassen
-
Dänischer Tierschutzminister will sich für Verbot von "Turbo-Hähnchen" einsetzen
-
Hausdrama nach fehlerhafter Zwangsversteigerung: Fall aus Rangsdorf beigelegt
-
Mercedes will weitere Stellen in Deutschland abbauen
-
DGB-Rentenkommission schlägt verpflichtende betriebliche Altersvorsorge vor
-
Gegenpol zu China und USA: Merz wirbt für neue Wirtschaftsallianz mit Japan
-
Indien: Mobilfunkunternehmen Jio legt nach Rekordbörsengang Kurssprung hin
-
Gegenpol zu China und USA: Merz wirbt in Japan für "Allianz für regelgebundenen Handel"
-
Bundesinstitut zur Unterhaltsreform: Finanzlage Alleinerziehender verbessert
-
Chemiekonzern BASF hebt erneut Gewinnerwartung
-
Südkoreas Chip-Hersteller SK Hynix verbucht erneuten Umsatz- und Gewinnrekord
-
Gewinnmarge von Mercedes' Autosparte im dritten Quartal fast halbiert
-
US-Notenbank verkündet Leitzinsentscheidung - Zinspause erwartet
-
Studie: Aufweichung von EU-Verbrenner-Aus könnte tausende Jobs kosten
-
Eurojackpot vom 23. Oktober bleibt ohne Hauptgewinner
-
Bitcoin fällt vor Fed-Entscheidung unter 80.000 Dollar
-
Fed entscheidet am Mittwoch über den US-Leitzins
-
Suche nach Atom-Endlager konzentriert sich auf fünf Prozent der Bundesfläche
-
Rechtsstreit zwischen Künast und Facebook: Karlsruhe wendet sich an EuGH
EU und Milei: Eine unerwartete Allianz?
Die Europäische Union (EU) und Argentiniens ultraliberaler Präsident Javier Milei stehen vor einer möglichen Annäherung, die auf den ersten Blick überraschend erscheint. Seit Milei im Dezember 2023 sein Amt antrat, verfolgt er einen radikalen marktwirtschaftlichen Kurs, der mit den regulierungsstarken Strukturen der EU kontrastiert. Doch aktuelle Entwicklungen deuten darauf hin, dass pragmatische Interessen eine Kooperation befeuern könnten – insbesondere im Bereich Handel und Rohstoffe.
Ein Schlüsselmoment war Mileis Besuch in Deutschland am 23. Juni 2024, wo er mit Bundeskanzler Olaf Scholz zusammentraf. Laut Informationen ging es um die Zusammenarbeit bei Rohstoffen wie Lithium, das für die europäische Energiewende essenziell ist, sowie um das festgefahrene Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur, zu dem Argentinien gehört. Scholz betonte die Notwendigkeit sozialverträglicher Reformen, während Milei seine Vision eines schlanken Staates verteidigte. Trotz ideologischer Differenzen signalisierte die Begegnung Bereitschaft zur Zusammenarbeit.
Auch Mileis Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos am 23. Januar 2025 zeigt, dass er international Gehör findet. Er lobte dort seine Reformen – etwa den Haushaltsüberschuss von 1,6 Milliarden Euro im Jahr 2024 – und suchte Partner für seine libertäre Agenda. Die EU, die unter Druck steht, ihre Wirtschaft durch Freihandel und Innovation zu stärken, könnte in Mileis Argentinien einen unkonventionellen Verbündeten sehen. Laut The European (16. Juli 2024) könnte Europa von Mileis Deregulierung lernen, etwa bei Bürokratieabbau und Zollsenkung, um wettbewerbsfähiger zu werden.
Doch es gibt Hürden. Mileis Nähe zu rechtspopulistischen Akteuren wie Italiens Giorgia Meloni und seine Anti-„Woke“-Rhetorik stoßen in Brüssel auf Skepsis. Zudem sorgt sein harter Sparkurs – Inflation sank auf 117,8 Prozent, doch die Armut stieg – für Spannungen mit EU-Werten wie sozialer Gerechtigkeit. Dennoch könnte das Mercosur-Abkommen, das 2025 vorankommen soll, ein Bindeglied werden. Argentinien bietet Agrarprodukte und Rohstoffe, die Europa braucht, während die EU Technologie und Märkte liefert.
Experten sind geteilter Meinung. Während einige eine pragmatische Partnerschaft sehen, warnen andere vor einem „Bündnis mit einem Staatsfeind“, da Mileis Staatskritik mit der EU-Vision kollidiert. Für 2025 bleibt abzuwarten, ob diese Allianz über wirtschaftliche Zwecke hinausgeht oder ein Zweckbündnis bleibt.
Panik im Private‑Credit‑Markt
Trumps Iran‑Invasionsdrohung
Iran-Krieg: Terror und Krise
Skepsis vor Iran-Invasion?
Frankreichs EZB‑Druck